Monday, January 9th, 2012

Im Obamaland

Wie geht’s im Weißen Haus wirklich zu????

Jetzt erscheint ein neues Buch über das Leben der OBAMAS hinter den prominentesten Mauern der Welt (The Obamas. 2012. Little, Brown and Company. $ 29.99). Und schon vor der Veröffentlichung macht das Werk Schlagzeilen.

Legt sich Michelle wirklich mit jedem an, der ihrem Gatten, Präsident Obama, zu nahe kommt? Ist Barack der weichere Part in der Beziehung? Und was hat Johnny Depp im Weissen Haus gemacht?

Jodi Kantor, Washington-Korrespondentin der New York Times, hat auf 329 Seiten das neue Leben von Amerikas erster Familie beschrieben. Kantor hat über 200 Interviews geführt. Mit Kongressabgeordneten, früheren Nachbarn, Freunden, Verwandten, politischen Feinden und Freunden gesprochen, darunter auch 33 aktuellen und ehemaligen Angestellte des Weißen Hauses.

Nur die Obama’s selbst haben sich nicht geäussert.

Und deshalb versucht ein Sprecher des Weißen Hauses schon vorab den Hype um die Enthüllungen des Buches abzukühlen. ‘Alles alte Kamellen,‘ heißt es aus der Pressestelle. Das Buch reflektiere Kantors persönliche Meinung und sei eine ‘Überdramatisierung von bekannten Informationen…über eine Beziehung zwischen 2 Menschen mit denen die Autorin seit Jahren nicht gesprochen hat.’

Trotzdem haben alle großen amerikanischen Zeitungen und Magazine am Wochenende noch vor dem Erscheinen Passagen des Buches zitiert, und vieles ist zumindest unterhaltsam:

Kantor berichtet, dass Michelle sich sehr gerne mit den Mitarbeitern ihres Mannes streite. Mit Obama’s früherem Stabschef Rahm Emanuel zum Beispiel soll sie eine Privat-Fehde gehabt haben. Die First Lady sei perfektionistisch. Fehler dulde sie nicht. Der Präsident sei da viel toleranter.

Nach Obama’s historischem Gewinn im November 2008 überlegte Michelle laut Kantor angeblich, nicht sofort ins Weiße Haus zu ziehen, sondern bis zum Ende des Schuljahres ihrer Töchter in Chicago zu bleiben. Der Plan wurde aber nie in die Tat umgesetzt.

Und was war mit Johnny Depp?

Der kam 2009 als Ehrengast ins Weiße Haus. Im Kostüm des verrückten Hutmachers aus ‘Alice im Wunderland’. Gefeiert wurde eine rauschende Halloween-Party. Die Öffentlichkeit soll davon bewusst nicht viel mitbekommen haben. Um keinen Unmut zu erregen. Im rezessionsgeplagten Amerika.

Doch die Journalistin Kantor berichtet auch über andere, zärtliche, Momente aus Obamaland.

Liebende Partner und treu sorgende Eltern seien die Obamas. Bingo. So sehen die offiziellen Familien-Schmusephotos ja auch immer aus.

Und manchmal säßen der mächtigste Mann der Welt und seine First Lady gemeinsam auf ihrem Lieblingsplatz, dem Truman Balkon des Weißen Hauses , und sprächen über seine großen Pläne.

Einfach so. Ohne grosses Tamtam. Wie Millionen anderer Paare auf ihren kleinen Balkonen auch.

Genau so haben wir uns das auch immer vorgestellt!

9 years ago 1 Comment Short URL

1 Comment

  1. Carola Miebach says:

    …….und das ganze möchte ich dann als Film. Ich liebe Euer Obamaland. Dicken Knutscher Carola

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