Tuesday, April 10th, 2012

US-Vorwahlkampf: Santorum geht

Da war es nur noch einer…….Ist die Entscheidung im amerikanischen Vorwahlkampf gefallen?

Rick Santorum, 53, republikanischer Präsidentschaftskandidat, ist raus.

Mitt Romney, 65, sein schärfster Konkurrent, wird damit ziemlich sicher der Gegenkandidat von Barack Obama im Herbst.

Santorum lächelt ein bisschen gequält, als er seine Abschiedsrede in Gettysburg, Pennsylvania, hält:

‘Wir haben an unserem Küchentisch die Entscheidung getroffen in das Rennen einzusteigen, gegen alle Widrigkeiten, und an diesem Wochenende haben wir die Entscheidung getroffen, dass dieses Präsidentschaftsrennen für mich vorbei ist.’

Hinter ihm stehen 4 seiner 7 Kinder. Auch sie lächeln etwas gequält. Seine Frau Karen hat Tränen in den Augen, als sich ihr Mann bei seinen Unterstützern bedankt.

So lange hat er durchgehalten. Gekämpft. Vom aussichtslosen Kandidaten zum Überraschungssieger. 11 Staaten im Vorwahlkampf gewonnen. Gegen jede Chance. Hat sich zum religiösen Hardliner und Superkonservativen stilisiert. Doch am Ende waren seine Umfragewerte einfach zu schlecht. Zu wenig Delegierte waren gewonnen.

Am Oster-Wochenende musste seine jüngste Tochter Bella ins Krankenhaus. Die Dreijährige leidet an einer seltenen Genkrankheit. Dann zeichnete sich noch ab, dass er seinen Heimatstaat Pennsylvania im Vorwahlkampf wahrscheinlich nicht gewinnen würde.

Time to say Good Bye.

Was bleibt von Rick Santorum?

Seine Vorliebe für Strickpullunder. Seine inoffizielle Wahlkampf-Kleidung. Wurde im Internet und auf Twitter gefeiert. Meistens sarkastisch:

‘Ich setze heute einen Pullunder auf Halbmast.’ (@TheDweck)

Seine religiöse Mission: ‘Gott will, dass ich Präsident werde.’

Seine Ablehnung von Empfängnisverhütung, Homosexuellen-Ehe, Abtreibung.

Das machte ihn zum Wunschkandidaten von religiösen Fundamentalisten und Teaparty-Anhängern. Und zum Feindbild des aufgeklärten liberalen Amerika.

Aber der rechtskonservative Aussenseiter hatte es geschafft in den letzten 3 Monaten zum einzigen wirklichen Konkurrenten von Mitt Romney zu werden. Weil er hat, was Milliardär Romney so auffällig fehlt: Emotionen und Mitgefühl.

Mitt Romney wird nun trotzdem der Präsidentschaftskandidat der Republikaner gegen Barack Obama werden. Zwar sind der selbstverliebte Politprofi Newt Gingrich und der nervige Polit-Opa Ron Paul offiziell noch im Rennen. Chancen haben beide nicht mehr.

Romney gegen Präsident Obama.

Letzterer kann im Moment ganz entspannt dem Wahlkampf im Herbst entgegen sehen:

Laut der neuesten Umfrage von Washington Post und US-Sender ABC liegt Obama weit vor seinen republikanischen Gegnern…

Wer immer sie auch sein mögen.

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