Wednesday, September 26th, 2012

Drybar – einmal Waschen & Föhnen!

Neulich auf einer Cocktailparty in Washington, DC. 

Kirstin: ‘Habt ihr schon gehört? Drybar kommt in die Stadt!’ Farin: ‘Ach, da könnte ich glatt jeden Tag hingehen!’

Nein, die Ladies wollen sich nicht täglich einen hinter die Binde kippen. Sie sind nur aufgeregt, weil der legendäre Föhnsalon aus Los Angeles endlich auch in die amerikanische Hauptstadt kommt. Schluss mit frisseligem, krausem Haar. In gestylten Kreisen eh ein Todsünde. Auch ich schöpfe neue Hoffnung für mein ‘schwer zu managendes Haar’ – mitleidiger O-Ton meiner Friseuse.  

In der Drybar wird kein Martini geschlürft, sondern höchst professionell am Haarschopf gewerkelt.

Kein Schnitt, keine Farbe – einmal Waschen und Legen, bitte! Was sich böse nach vergangenen Zeiten in der deutschen Provinz anhört, wird in der Drybar zum Erfolgsrezept aus Hollywood.

Alli Webb, Drybar-Gründerin, hatte die geniale Idee,  weil sie es laut Eigenwerbung leid war, viel Geld für den perfekten Föhnschwung im normalen Haarsalon auszugeben. Zuerst hat sie ihren Föhn- und Glättservice privat zu Hause angeboten. Und war per Mundpropaganda immer ausgebucht.

Da geht doch mehr, muss sich die clevere Stylistin gedacht haben. Ein schicker Salon zum Beispiel. Mit hellem cleanen Wohlfühl- Ambiente, mit einer langen Bar an der geföhnt wird, weissen Designerstühle aus Italien und grossen Bildschirmen auf denen Lieblings-Movies laufen. In LA startete die erste Drybar vor 2 Jahren. Mittlerweile herrscht Alli Webb über ein Imperium von 15 Salons im ganzen Land. In Washington kommen im Oktober Nummer 16 und 17 dazu.

40 Dollar für Waschen und Föhnen. Shampoo inklusive. Im haarverrückten Amerika ein unschlagbares Angebot. Perfekt geföhnte Haare sind hier wichtiger als neue Klamotten. Und im Land, das den ‘Bad Hair-Day’erfunden hat, will am liebsten niemand mehr selbst zum Föhn greifen. Wird ja auch nie so gut wie vom Profi.

5 Föhnvarianten bietet die Drybar an. Von glatt & streng (Manhattan) über lockere Wellen (Cosmopolitan) bis zur Südstaatenschönheit mit viel Haar und viel Volumen. Und für die jüngsten Kundinnen gibt’s das ‘Shirley Temple-Package’. Locken, Locken, Locken….

OK. Cindy Crawford wird man in der Drybar nicht antreffen. Zumindest nicht in DC. Auf der Drybar-Homepage schwärmt die stets perfekt geföhnte Schöne aber überzeugend vom ‘simple straightforward concept’.

Und wo bleiben die Männer?  Naturgemäss ist waschen und föhnen nicht das, was Mann braucht und will. Aber einmal die perfekte Tolle von James Dean oder ein perfekt geföhnter Beatles-Schopf?  Da geht doch vielleicht was.                                                                                           

Im Oktober bin ich auf jeden Fall eine der ersten Kundinnen.

Und probiere mal den ‘Mai Tai‘. Good-bye Naturkrause. Hello messy, beachy Strandlook!

 

 

 

 

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